[#MidYearReadathon] Ich lese mich ans Meer

Die liebe Kathrin von Phantasienreisen hat am 26.06. mit #MidYearReadathon  unter dem Motto „Sommerzeit ist Lesezeit“ die Pforten geöffnet und lädt zum gemeinsamen Lesen ein. Hätte ich baby-reading-newspaper-toiletgestern Nacht nicht meine E-Mails gecheckt, wäre mir dieser Aufruf durch die Lappen gegangen. Die letzten zwei Tage hatte ich kaum geschlafen. Ruhelose Nächte: Das Herz raste im Galopp. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass bis auf meine verkorkste Wirbelsäule alles im Lot ist. Trotz Müdigkeit ging das Prozedere letzte Nacht weiter: Vom Bett auf`s stille Örtchen und wieder zurück. Immer und immer wieder. Dann griff ich zu „Sommernovelle“ von Christiane Neumann und begann zu lesen. Auf dem Klo las ich mich ans Meer. Damit ist die erste Frage am eigentlich zweiten Tag des Lesemarathons „Wo und wie lest ihr an diesem Wochenende?“ quasi beantwortet.

Habt ihr einen Lieblingsleseplatz – wenn ja, wie sieht dieser aus? Und was braucht ihr für eine gelungene Leseatmosphäre?

Mein Lieblingsleseplatz, wenn ich einen bestimmen müsste, ist der Garten meiner Eltern, aber die vom Vermieter zur Verfügung gestellte Terasse lädt ebenfalls zu gemütlichen Lesestunden ein. Meine nächtliche Lesereise begann auf dem Klo und es ist faszinierend, was Literatur schafft. Sie trägt dich fort – an einen wunderschönen Ort. Klingt witzig, aber ich meine das durchaus ernst. Da sieht man plötzlich, dass man für eine gelungene Leseatmosphäre nicht viel mehr braucht, als die Magie eines guten Buches.

Wie motiviert ihr euch? Reichen euch die gesetzten Ziele? Gönnt ihr euch eine kleine Belohnung, wenn ihr diese erreicht? Oder sind die schönen Lesestunden für euch schon Motivation genug?

Ich muss zugeben, dass mir Lesenächte oder -wochenenden, die zum gemeinsamen Lesen aufrufen, in letzter Zeit genug Motivation bieten, um überhaupt zu lesen. Insgesamt habe ich in der ersten Hälfte des Jahres für mein Empfinden relativ wenig gelesen. Und das, obwohl der Stapel und die Liste der neuesten Publikationen immer größer wird.

Die Initiatorin Kathrin (Phantasienreisen), Mareike (Seitengeraschel), Petra (Seitenweise) und Sarah (Studierenichtdeinleben) sind mir, was den Lesefortschritt angeht, wahrscheinlich um einiges voraus. Da ich den halben Tag verpennt habe, wird die Nacht lang. Egal! Das Lesewochenende endet schließlich erst am 28.06.2015 . Also habe ich noch genug Zeit für meinen Spaziergang am Meer.

#Update 01  27. Juni 2015 / gelesene Seiten: 75 S.

liebstes Wort: Seelenvogel

 

#Update 02 – 27. Juni 2015 / insgesamt gelesene Seiten: 159 S.

Allen für sich komme ich gut voran. Das Meer das Meer. Weil ich mit der Beantwortung der Fragen die Zeit vergessen habe, werde ich zu meiner wunderbaren Lektüre beim nächsten Update mehr schreiben.

#Update 03 – 27. Juni 2015 / insgesamt gelesene Seiten: 192 S.

Eine Nordseeinsel, ein Sommer, eine Freundschaft, eine Schwärmerei – und plötzlich werde ich in meine Jugend zurück katapultiert. Erinnerungen an einen Sommer- (Kur)urlaub auf Langeoog werden wach. Mit Disco, Vicki und Hannah – oh Hannah! Wie auch immer. Ich für mein Teil stelle nach dem Lesen fest, dass Sommernovelle  vor allem durch die Poesie und die von der Autorin detailierten Beschreibungen der Natur lebt. Da sind zwei Freundinnen die sich für den Schutz ihrer Umwelt einsetzten und solange ihren Urlaub mit der Arbeit in einer Vogelstation direkt am Meer verbringen, bis ihre anfängliche Begeisterung ins wanken gerät.  Trotzdem die zum Teil nur ausreichend durchdachte Handlung wenig überzeugend ist, gerate ich ins schwärmen. Die Nordsee, das Watt, der Koog, die Dünen, die Vogelwelt – ich sehe, rieche, schmecke und will ans Meer. Letztlich geht es meiner Meinung nach in Sommernovelle darum, wie man die Welt als Jugendlicher wahr genommen hat und wie wir sie heute sehen.  Ein Sommer- (Jugend)buch zum genießen!

Sommernovelle von Christiane Neudecker ist am 25. Mai 2015 im Verlag Luchterhand erschienen.

Veröffentlicht von Tanja

Bücher lesen, fotografieren, Musik hören, das Meer - das brauche ich wie die Luft zum atmen.

4 Kommentare

  1. Ach, so ein richtiges Sommerbuch – das hatte ich leider seit Jahren nicht mehr … oder zumindest nicht gelesen (auf dem SUB lungert hingegen schon das ein oder andere).

    „Sommernovelle“ sieht ja schon allein optisch sehr nach Meer aus – das könnte nur noch von einem „realen“ Ausflug an die Küste übertroffen werden. Ich bin gespannt, was du uns über den Inhalt des Büchleins verraten wirst – die Lektüre scheint ja sehr gut zu sein, wenn es dich sogar den rebellierenden Körper ein wenig vergessen lässt 🙂

    Petra hat mir leider vorhin mitgeteilt, dass sie es doch nicht schafft, mit uns zu lesen und auch Sarah kam scheinbar noch nicht dazu (oder sie hat es einfach noch nicht an einen Rechner geschafft). So sind wir vorerst also nur ein Dreiergrüppchen. Doch das hat ja durchaus auch Vorteile: Man klickt sich nicht aller 30 Minuten durch Blogs, Twitter und Facebook, um zu schauen, was die anderen Leser berichten 😉

    Ich wünsche dir noch frohe Lesestunden und alles Gute für deinen rebellischen Körper!

    Liebe Grüße in den Norden
    Kathrin

  2. An mein letztes Sommerbuch kann ich mich leider nicht erinnern, aber mit diesem weht dir auf jeden Fall eine leichte erfrischende Sommerbrise entgegen. Wenn du einen Tipp für ein gutes Sommerbuch hast, liebe Kathrin, immer her damit. Ein Ausflug an die Küste… ja da wär ich dabei. Schade dass Petra und Sarah es doch nicht schaffen mit uns zu lesen. Dass wir nur zu dritt sind finde ich nicht schlimm. Ich hoffe nur, dass der bei dir plötzlich eingetretende Kopfschmerz sich ganz schnell verabschiedet. Danke für deine lieben Zeilen. Zumindest weiß ich nach dem Aufenthalt in der Notaufnahme, warum mein Körper so durchdrecht und verrückt spielt und das mein Herz in Ordnung ist. Dann geht es halt in den nächsten Tagen darum sämtliche Ärzte abzuklappern. Ich wünsche dir, Mareike und mir weiterhin schöne und vor allem spannende Lesestunden. Ich für mein Teil werde jetzt ein kleines Päuschen einlegen. 😉

  3. Fast, fast hätte ich mitgemacht, bei eurem #MidYearReadathon… 🙂 Aber was ich hier eigentlich sagen will: Gute Besserung wünsche ich Dir!! Liebe Grüße, Andrea

  4. Hallo Andrea,
    hätte mich gefreut wenn du mitgemacht hättest. Vielleicht beim nächsten Mal! Im Gegensatz zu Donnerstag geht es mir schon erheblich besser. Danke für deine lieben Zeilen.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Sonntagabend. 🙂

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