Künstler von Bildern und Worten – Tolkien und „Das große Hobbitbuch“

Hobbingen jenseits der Wässer

Es gibt so unendlich viele schöne Bücher, die ich mir gerahmt an die Wand hängen würde. Aber manche Schönheit erkennt man nur von innen. Diese Perlen zu entdecken, das ist das größte Glück. Und dann sind es bei mir doch mehr Textschnipsel – schöne Verse die meine Fantasie beflügeln, eingeschlossen im schlichten unscheinbaren Einband. Diese Schätze machen den Großteil unserer Sammlung aus. Durchaus besitzen wir ein paar wenige Bücher mit wunderschönen Illustrationen, die ich hier ebenso von Zeit zu Zeit in die Schatztruhe legen werde. Doch möchte ich mit einem Buch beginnen, das über die letzten Jahrzehnte vielfach neu übersetzt wurde. Der Hobbit.

„Das große Hobbitbuch“ hatte ich Oliver geschenkt, weil er wie einige Leser sicherlich wissen, ein riesiger Fan von den Geschichten des Professors und der Person J.R.R. Tolkien ist. Tatsächlich hat er sich fast ein Jahr lang mit diesem umfangreichen Kompendium beschäftigt. Wir beide stecken unsere Nasen gelegentlich immernoch hinein. Bereits die ersten Sätze im Hobbit, hatten auch mich dazumal in den Bann von Tolkiens Fantasiewelt gezogen.

In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem feuchten, schmutzigen Loch, wo es nach Moder riecht und Wurmzipfel von den Wänden herabhängen, und auch nicht in einer trockenen, kahlen Sandgrube ohne Tische und Stühle, wo man sich zum Essen hinsetzen könnte: nein, das Loch war eine Hobbithöhle, und das heißt, es war sehr komfortabel.

Das Buch enthält mehr als hundert Skizzen, Zeichnungen, Bilder, Karten

Das große Hobbitbuch: Das Buch enthält mehr als hundert Skizzen, Zeichnungen, Bilder, Karten. Sowohl ein paar der originalen Illustrationen von Tolkien, als auch einige aus den zahlreichen Übersetzungen des Werkes von anderen Künstlern, sind im Buch abgebildet.

Das Besondere sind natürlich die vielen Zusatzinformationen. Angefangen mit dem Entstehungs- und Schaffungsprozess, vom handschriftlichen Manuskript bis hin zur ersten Veröffentlichung, geht man machmal auch abseits der Wege. In einem Gedicht treffe ich auf Mr. Higgins und auf einen Drachen. Er liegt auf einen Kirschbaum in Higgins Garten, und träumt vor sich hin. Dabei handelt es sich um das Gedicht THE DRAGON`S VISIT, das  am 4 Februar 1937 im Oxford Magazine veröffentlicht wurde. Hier ein kleiner Auszug.

The dragon lay on the cherry trees / a-simmering and a-dreaming: / Green was he, and the blossom white, / and the yellow sun gleaming. / He came from the land of Finis-Terre, / from over the Blue Mountains, /Where dragons live, and the moon shines, / on high white fountains. // »Please, Mister Higgins, do you know / What`s a-laying in your garden? / There`s a dragon in your cherry trees!« / »Eh, what? I beg your pardon?«

das-grose-hobbit-buch

Wo ich gerade so am durchblättern bin, fallen mir noch zwei besondere Wunschbücher ein. Wahrscheinlich schon vergriffen. Sie sind von Wayne G. Hammond und Christina Scull und beschäftigen sich mit dem Künstler J. R. R Tolkien. „Die Kunst des Hobbits“ – darin sind alle Illustrationen und Skizzen besprochen. Umfangreicher wird jedoch das Buch „J.R.R. Tolkien – der Künster“sein.

Der Hobbit und meine Geschichte

 

Dass Tolkien viele seiner Werke selbst illustriert hat ist möglicherweise nicht jedem bekannt. Und es gibt nicht viele Schriftsteller die ebenso Künstler von Bildern, wie von Worten sind.

 

Links zu weiteren  Beiträgen zu J.R.R.  Tolkien : “Der Hobbit” oder wie ich Mittelerde neu entdecken durfte!

Veröffentlicht von Tanja

Bücher lesen, fotografieren, Musik hören, das Meer - das brauche ich wie die Luft zum atmen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: