Eine unbequeme Wahrheit – eine globale Warnung

erwärmung

Wenn wir uns die letzte Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika vor Augen führen, ist die Zukunft wohl eher mit einem Horrorszenario eines Hieronymus Bosch zu beschreiben – eine unbequeme Wahrheit. Diese Aufbruchsstimmung in den U.S.A. erinnert in den ersten Tagen der Trump-Administration eher an eine „Dekretoffensive“ und der Abkehr von moralischen und ethischen Grundsätzen. Gewählte Frauen und Männer aus fast allen Ländern dieser Welt hatten sich im Jahr 2015 zu einem bemerkenswerten und beispiellosen Schritt bereiterklärt: Gemeinsam retten wir unsere Heimat – unseren blauen Planeten!

Der CO² Ausstoß soll bis zum Jahr 2050 auf 0 fallen. Dabei wollen wir gänzlich auf den Verbrauch fossiler Energieträger verzichten, auf erneuerbare Energie setzen und so nicht nur unsere eigene Lebensqualität verbessern, sondern eben auch die Lebensqualität unserer Welt erhalten.

Stets brauchten wir einen „guten Grund“, um solche Schritte in die Wege zu leiten. In Deutschland entstand Ende der 70er Jahre eine Protestbewegung, deren vorrangiges Ziel die Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch die Großindustrie war. Der Rhein war fast „klinisch tot“, das Waldsterben hielt Einzug in die Wohnzimmer. Folglich dauerte es nicht lange, bis DIE GRÜNEN zum ersten Mal in einen Landtag der Bundesrepublik einzogen und einen eigenen Minister aufstellen konnten. Der Zwischenfall von Fukushima leitete das Ende der Atomkraftwerke in Deutschland ein. Über viele Jahre nahm dieses Land eine Vorreiterrolle im Kampf für Umwelt und die Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien ein.

Doch selten gewinnen Umweltthemen eine Wahl. Erst unter dem Eindruck einer unglaublichen Katastrophe realisieren wir, dass ein Umdenken erfolgen muss – dass wir nicht so weitermachen können wie bisher.

In den U.S.A. führte der Hurrikan Katrina den Bürgern New Orleans schmerzlich vor Augen, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse namenhafter Frauen und Männer keine theoretischen Planspiele waren und sind. Im Jahr 2006 erschien der preisgekrönte Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ in die Kinos. Der ehemalige Vize-Präsident Al Gore führte in beeindruckenden Bildern dem Publikum vor Augen, welche verheerenden Auswirkungen die globale Erwärmung mit sich brachte und auch weiterhin noch für uns bereithält.

Nun gab es auch damals, vor allem in den U.S.A., viele kritische Stimmen, die eine „Effekthascherei“ oder gar „Panikmache“ ausmachten. Doch den Menschen, die Opfer dieser Naturkatastrophen geworden waren oder allein die Menschen, welche durch ihre Anteilnahme auf dieses Thema aufmerksam wurden, hinterfragten oder hakten nach. Langsam begann ein Umdenken in den U.S.A. und schließlich entschied sich die Obama-Administration für eine Reise nach Paris, um im Namen der Vereinigten Staaten eine Ratifizierung für den Verzicht auf eine Nutzung fossiler Energie bis 2050 in die Wege zu leiten. Es war ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte und ein großer Moment, der vielleicht in einigen Jahrzehnten für Anerkennung und Dank auf dem gesamten Globus sorgen wird. Noch kurz vor Ende seiner Amtszeit entschloss sich Präsident Obama für ein Abkommen mit Kanada. Der Bohrverzicht in Alaska für die Suche nach neuen Ölquellen wurde von beiden Seiten unterzeichnet. Ein klares Bekenntnis für den Kampf und den Erhalt unserer Welt.

Dann kam Präsident Trump!

Die Losung „America first“ zeigt sich in den ersten Tagen seiner Amtszeit in allen Bereichen des amerikanischen Lebens. Noch wird er mit seinen Dekreten oftmals ausgebremst (was gut ist). Doch die Wirkung nach Außen ist beispiellos und in höchstem Maße unmoralisch. Populisten gewinnen Oberwasser und hoffen auf einen eigenen „Trump-Effekt“, um Wahlen für sich entscheiden zu können. Der Moment scheint für viele Menschen wichtiger zu sein, als der Blick auf die Zukunft. Der mögliche Schaden ist jetzt nur zu erahnen; doch bereits jetzt deutet sich ein Umdenken in unzähligen Ländern dieser Welt an. Polen, Großbritannien, Frankreich und – ja – auch Deutschland verfügt über Populisten, die ihre Chance sehen, Veränderungen in die Wege zu leiten. Moralische Ziele und vorausschauendes Handeln weichen der Angst und Panik in der jeweiligen Bevölkerung. Vielleicht ist es gerade jetzt so wichtig, den Menschen die Notwendigkeit aufzuzeigen, dass unsere Zukunft nur gesichert werden kann, wenn wir unsere Lebensgrundlage erhalten. Das ist keine Panikmache – das ist eine moralische Verpflichtung.

Beim diesjährigen SUNDANCE FILM FESTIVAL wurde nun „Eine unbequeme Fortsetzung“ vorgestellt. Diese Dokumentation nimmt das Thema der globalen Erwärmung ein weiteres Mal auf – unter den Eindrücken der jüngsten Ereignisse in Washington D. C.

 

 

Quelle: Bild Earth

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