Die Sonntagsleserin #KW 8 – Februar 2014

Die letzte Woche stand bei mir ganz im Zeichen des Sports.

Die olympischen Winterspiele verfolgt man am besten so, dass die komplette Nachbarschaft etwas davon mitbekommt. Du liegst natürlich mit ausgestreckten Beinen auf dem Sofa. Ganz gemütlich. Ein Auge ins Buch, das andere zwischendrin auf den Fernsehbildschirm gerichtet – schließlich darf man nichts verpassen. Ich darf nichts verpassen. Lautstark feuere ich die Sportler mit der linken Hand an, und mit der rechten schiebe ich mir genüsslich kleine bunte Gummibärchen in den Mund. Mit jedem meiner lautstarken Flüche     (Oh Mensch…, was bist du den für ein..) oder Jubelgeschreie macht sich bereits am ersten Tag mein lieber Herr Nachbar, der direkt unter uns wohnt, mit seinem Besenstiel bemerkbar. Man muss dazu sagen, dass der Regler für die Lautstärke grundsätzlich (zumindest seit der neue Nachbar eingezogen war, nachdem der liebe Nachbar zu Beginn des letzten Jahres das Zeitliche gesegnet hatte) nicht einmal in der Mitte steht. Wie auch immer, jedenfalls sollte es so nicht weitergehen. Die Sportler kämpfen, als würde es um ihr Leben gehen – und ich? Der Nachbar ist mir scheißegal. Aber ich muss endlich in die Puschen kommen! Ja, ein bisschen Sport täte dir ganz gut. Und so habe ich mich mit jeder sportlichen Berichterstattung, die ich in den vergangen Tagen verfolgte, auf den Ergometer (welchen ich erst einmal mit aller Kraft aus dem Hauswirtschaftsraum ins Wohnzimmer schleifen musste) gesetzt und kräftig in die Pedale getreten.

Das Resultat im Bezug auf „Die Sonntagsleserin“ (dem Projekt von der lieben Bücherphilosophin) ist, dass ich fast die komplette letzte Woche ohne Internet ausgekommen war. Folglich bin ich erst heute (am 22.02.2014 um 22:08) dazu gekommen, mich in der Blogosphäre nach interessanten, meiner Meinung nach erwähnungswerten, Beiträgen und Rezensionen umzuschauen.

Aufgelesen:

In „Die Ordnung über die Sterne in Como“ soll es Wörter und Sätze, ja sogar ganze Seiten geben, welche sich „DARUM“ mit dem Blog „Feiner reiner Buchstoff“ gerne an die Wand tackern würde. Die Besprechung und vor allem das Fazit klingt, als hätte sich da jemand in ein Buch verliebt.

Sarah von literallywriting schreibt über ihr Leseerlebnis zu „Scherbenpark“ von Alina Bronsky, dass die rasante Erzählweise kaum Luft zum Atmen lässt.

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ – ein Rentnerroman? Nicht doch!
Was will uns Die Zeit außerdem mit dem Artikel „Überall Hundertjährige“, dem Trend hin zu „extrem langen Buchtiteln“ sagen? Ich glaube nicht daran, das „lange Buchtitel“ nur einen bestimmten Leserkreis ansprechen sollen. Auch nicht, das jedes zukünftige Buch mit langem Titel automatisch zum Verkaufsgarant erklärt wird. Und wenn hinten drauf steht: Für alle Fans von… ? Ja, darauf bin ich auch schon mal reingefallen. Ein guter Trick! Ich habe noch eine Idee: Nehmen wir doch einfach den Namen eines Autors, der dem Meisterdieb Jonasson zum verwechseln ähnlich sieht.

Lüch up und fleu herut. Auf den Artikel bin ich über eine Verlinkung von vormirdiewelt.de zu „Zurück auf Los“ gestoßen. Darin geht es um die gefürchtete Wurftechnik der Ostfriesen, eine uralte friesische Tradition, welche als Klootschießen bezeichnet wird. Aber während ich den Artikel mit all den wunderschönen Fotos las, fragte ich mich: Wer oder was ist „Zurück auf Los“? Das sah mir ganz nach einem Buchtitel aus und so ist es. Und die Person dahinter? Oh ja, ich möchte auch das Leben leben, wovon andere träumen. Ja ich möchte ein träumender Vagabund sein. Guckt selbst, wer hinter „Zurück auf Los“ steckt. Denn jetzt habe ich Pläne. Ähm Träume.

Fernweh und so:
Barcelona hat ein Herz erobert. Nämlich das von Florian und die Fotos mein. Auf seinem Blog Weltnomade erfahren wir unter anderem, dass er für seinen Kurztrip nur max. 100,- EUR, einen Flug mit eingeschlossen inklusive Übernachtung am Meer, eingeplant hatte. Schon dachte ich an eine Lesung von Benedict Wells zurück, in welcher er vor mehreren Jahren ins schwärmen geriet. Oder war das ein Interview? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls sprach er vor allem von kleinen malerischen Gässchen, die Menschen, das Essen, die Sonne und das Meer. Der Barcelona Guide für eine Reise ans Meer ist genau das richtige für Oliver und mich. Werde zum Abenteurer! Genau, Rucksack aufschnallen und ab die Post.

Poetry:

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Das graue Sofa

Veröffentlicht von Tanja

Bücher lesen, fotografieren, Musik hören, das Meer – das brauche ich wie die Luft zum atmen.

2 Kommentare

  1. Nur ein kleiner HInweis … Darum ist kein Nickname eines der üblichen Verdächtigen, die den Blog Feiner Buchstoff betreiben, sondern unser Credo. Deshalb wollen wir gemeinsam einen Blog betreiben. Und die Rezension, auf die ihr so schön verlinkt habt ist von Ralf Reitze … LG, Bri

  2. Hallo Bri,
    wie beschämend, aber euer ´Credo` gefällt mir.
    Ich danke für deinen Wink und sende liebe Grüße,

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