Die Sonntagsleserin KW #38 und folgende – September 2014

Herbstgedicht von Christian Friedrich Hebbel

Aufgelesen – Buchbesprechungen, Weltenbummler und Dichter

Bald geht es los. Die Frankfurter Buchmesse 2014 wird vom 08. bis zum 12. Oktober wieder die Massen anziehen. Wir sind leider nicht dabei; werden aber das Geschehen von außen – über die Mediathek, den Messeblog, Deutschlandradio Kultur etc., mitverfolgen. Besonders gespannt sind wir auf die vielen bunten Beiträge anderer Blogger, vor allem aber auch auf den Ehrengast „Finnland“. Draußen tanzt der Herbst, es wird kälter und die Tage werden mit Einbruch der Abenddämmerung immer kürzer. Da kann man sich abends entspannt mit einer Tasse Tee zurückziehen und sich mit vielen interessanten Lesungsgästen und Neuveröffentlichungen auf den Bücherherbst freuen. Doch nun zum Sonntagsleser! Ich (die Tanja) bin wieder von Blog zu Blog gesegelt und stelle euch meine Favoriten aus den letzten beiden Kalenderwochen vor, dabei möchte ich mich möglichst kurz fassen.

Buchbesprechungen

Die Klappentexterin hat mit „Eine Tonne für Frau Scholz“ (erschienen im Verbrecher Verlag) ein heilsames Mittel  gegen Herbstdepression gefunden. Die Überschrift „Eine schiefe Möhre, die trotzdem schmeckt“  hatte sofort meine Neugier geweckt und mich auf ihren Blog gelotst. Diese wunderbare Besprechung macht deutlich, dass trotz aller Dramatik, vor allem der Humor überwiegt.  Ihr Fazit ist „Ein beglückendes Leseerlebnis!“ .

Rechtzeitig und in Anlehnung an den Ehrengast der diesjährigen Buchmesse, präsentiert uns Wortspiele seine Neuentdeckung mit Nordlicht-Südlicht von Mooses Mentula – darin geht es um eine zerrissene Familie, die Lebensbedingungen und Unterschiede zwischen Südfinnland und Nordfinnland. Und um einen Jungen, der zwischen Nord- und Südlicht hin und her pendelt und zwischen den Stühlen steht. Ich bin ganz begeistert vom Cover, kenne den Autor nicht, und verspreche mir vom Roman nach dieser tollen Besprechung eine spannende Lesezeit. Das Buch ist gekauft!

Dichter

Ich höre gerade „Das Spiel ist aus“ von Ingeborg Bachmann aus ihrem zweiten Lyrikband „Anrufung des großen Bären“ (1956). Was das Gedicht in mir auslöst, ist schwer in Worte zu fassen. Ich mag die Kraft ihrer Worte. Die natürliche Sprachmelodie steht im krassen Gegensatz zu Bild und Inhalt.  Worte die … ich weiß nicht „was“ mit mir anrichten. Nur folgendes mit Bezug auf das o.g. Gedicht: Ich verstehe, du verstehst, aber (sie)h … DA  [… ]. „SIE“? Und das Spiel geht immer weiter. Nur woanders! Ein Gedicht aus der Epoche der Trümmerliteratur. Vielleicht sind meine stichwortartigen Assoziationen manchmal ein wenig verwirrend zu lesen, aber das ist eben meine Art Gefühl zu zeigen.

herbstgedicht

Eigentlich wollte ich euch nur „listen to the poet“ auf Lyrikline  vorstellen und diesen verspäteteten Beitrag zum Sonntagsleser mit dem wunderschönen Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke zum Abschluss bringen, doch dann habe ich mich für „Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah“ von Christian Friedrich Hebbel entschlossen.

Lyrikline und der YouTube Kanal Lyrik&Musik sind Orte im Netz, die ich nicht missen mag.

Ich wünsche euch einen schönen Herbst.

Veröffentlicht von Tanja

Bücher lesen, fotografieren, Musik hören, das Meer - das brauche ich wie die Luft zum atmen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: