Die Sonntagsleserin #KW 11 – März 2014

Die Sonntags-Kompositionen, so nennt Katharina (Bücherphilosophin) ihre im Netz entdeckte und zusammengestellte Auslese ihrer liebsten Beiträge und Rezensionen der jeweils vergangenen Kalenderwoche. Die Sonntagsleser und -leserinnen abzuklappern gehört mittlerweile zum sonntäglichen Ritual.

Auch ich versuche, soweit die Zeit es zulässt, euch meine Highlights der letzten Woche vorzustellen. In der letzten Woche stand, auch wenn der eine oder andere nicht vor Ort sein konnte, die Leipziger Buchmesse #lmb14 und das lit.Cologne im Fokus. Eine informative Zusammenfassung aller Themen und Trends der Leipziger Messe findet ihr auf wdr.de/Buchmesse.

Literaturfest – lit.Cologne & Leipzig
Niemandem wird entgangen sein, dass die Schauspielerin, Kabarettistin, und Regisseurin Katharina Thalbach bei der Hörbuchgala und Eröffnungsfeier der lit.Cologne mit dem Hörbuchpreis für ihr Lebenswerk geehrt wurde. Dabei bin ich über die Deutsche Welle auf einen Artikel gestoßen, welcher die Künstlerin in einem Portrait so vorstellt, wie es ihr gebührt. Was ich an Katharina Thalbach besonders mag ist ihre authentische Art, ihre Berliner Schnauze, ihr Humor und vor allem ihre Besessenheit zur Schauspielkunst.

Katharina Thalbach liest Jonas Jonasson „Die Analphabetin, die rechnen konnte“

Den Leipziger Belletristik Preis erhielt Saša Stanišić mit seinem Roman Vor dem Fest. Nominiert waren unter anderem Martin Mosebach für „Das Blutbuchenfest“, Katja Petrowskajas Roman „Vielleicht Esther“, Fabian Hischmann mit „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ und Per Leos „Flut und Boden: Roman einer Familie“.
mdr-figaro (Audio, Video und Reportagen)
Saša Stanišić wird im Lesecafe interviewt, und liest aus seinem Roman „Vor dem Fest“ vor.
In der Kategorie Sachbuch/Essayistik ging die Auszeichnung an Helmut Lethen für das Buch „Der Schatten des Fotografen“-
Das Foto eines vertrauten Menschen kann uns berühren « wie das Licht eines Sterns »Helmut Lethen geht diesen Fragen auf einem Streifzug durch die Kunst- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts nach.

(Roland Barthes); die Bilder flüchtender Kinder führen die Schrecken des Krieges geradezu schmerzhaft vor Augen. Wie kommt es, dass Fotos eine so ungeheure Wirkung auf uns haben? Wie viel Wirklichkeit steckt in oder hinter den Bildern?

Das ist das Buch, welches ich mir als Hobbyfotografin und als Kunst- und Medienbegeisterte definitiv nicht entgehen lassen werde.

 

Außerdem habe ich sehr regelmäßig, eigentlich fast täglich, die Beiträge im Deutschlandradio Kultur Buchmesse Blog gelesen. Mit dem lesenswerten und interessanten Artikel „Literarische Fingerabdrücke“ von Sigrid Wesener erfahren wir, dass das Kult-Kino Casino aus DDR Zeiten – sie selbst kann das kaum glauben – neu belebt wird. Sigrid Wesener schreibt über die literarischen Fingerabdrücke, die man über viele Jahre hinweg mit dem Casino verbindet und über den neuen, beim Kiepenheuer & Witsch erschienenen Roman „April“ von Angelika Klüssendorf.

Nun denke ich, schade dass du nicht dabei warst, denn diese Lesung hätte ich gerne mitverfolgt. Ihr erinnert euch noch an „Mädchen“? Das Buch steht immer noch auf meiner Wunschliste, was einfach daran liegt, dass in so kurzen Abständen so viele neue interessante Romane erscheinen – – – und man möchte alle lesen.

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse bin ich über Twitter auf ein geführtes Interview durch den Medienjournalisten Alexander K ( @medienpfau) mit Karla Paul aufmerksam geworden. Sie äußert sich u. a. in einem podcast via soundcloud über das Thema Buch – nämlich darüber, wo der Trend in Zukunft hingeht. Im Gespräch geht sie besonders auf die digitale Medienlandschaft ein. Ich hoffe, dass der Buchhandel trotz digitaler Erneuerungen bestehen bleibt, bin aber aufgeschlossen, was neue Technologien angeht. Auch im Zusammenhang mit neuen Konzepten, wie zum Beispiel von Readfy, der kleinere Bruder von Spotify. Readfy steckt noch in den Kinderschuhen und befindet sich zur Zeit in der Beta Testphase.

So, nun aber zur Bloggerwelt, zu den Rezensionen, Poeten, und Weltenbummlern.

Aufgelesen

Ich glaube, man liebt das Leben – wenn man dieses ewige Déjà-Vu liebt – wahrscheinlich ist das sogar der Prüfstein, ob man in der Lage ist, jeden Zopf und jede Nase achselzuckend zu begrüßen: Das hatten wir schon? Umso besser, noch einmal! Nur das Briefeschreiben fällt glücklicherweise heraus und bleibt außen vor …

Dieses Zitat und eine umfassende, äußerst interessante und schön formulierte Besprechung von Literaturen zu Thomas Klugkists Romandebüt „Hanna und Sebastian“, haben mich heute (denn ich bereite „Die Sonntagsleserin“ immer einen bzw. zwei Tage schon mal vor) dazu bewogen, das Buch für den nächsten Kauf vorzumerken. Der Roman, so schreibt die Verfasserin der Rezension, soll eine Art moderner Briefroman sein – über das Leben und das Schicksal zweier Menschen, die beim Treffen in Rom gemeinsam beschließen sich zukünftig nur noch über das Schreiben zu begegnen.

Beide haben sie Partner und schaffen in ihren Briefen dennoch einen völlig abgetrennten Raum, ein Hintertürchen aus der Alltagsroutine. (aus der Rezension von literaturen)

Mara von „Buzzaldrin liest“ gibt uns einen Einblick über die Leipziger-Buchmesse-Begegnungen und zeigt mit ihren Fotoaufnahmen ihre Begeisterung für die kreativen und kunstvoll hergerichteten Stände verschiedener Verlagshäuser. So habe ich das Gefühl, irgendwie doch dabei gewesen zu sein.

Viele Stöckchen wandern momentan von einem zum nächsten Blog. Phileas Antworten zu ihrem Stöckcken haben mich an einen ganz besonders schönen Woody Allen Film erinnert. „Midnight in Paris“

Fernweh und so:
Michael Moll  – Reisebuchautor, Fotograf, Weltenbummler und Wanderführer beschreibt uns den Struve Bogen. “Von der Ukraine nach Norwegen”

Poem ( Dichtung, Lyrik, Prosa)
Diesmal bin ich nicht fündig geworden. 
 

 

Liste der Sonntagsleser

die Bücherphilosophin
Literaturen
buecherrezension
buchpost
widerstandistzweckmaessig
Phantásienreisen
das graue Sofa
Lese-Leuchtturm
Lesen macht glücklich

Veröffentlicht von Tanja

Bücher lesen, fotografieren, Musik hören, das Meer - das brauche ich wie die Luft zum atmen.

2 Kommentare

  1. Wie schön euch beide mal wieder bei den Sonntagslesern begrüßen zu können 🙂
    Und ihr habt wieder mal so viele interessante Beiträge im Gepäck. Da muss ich mich gleich mal ein bisschen durch die Links stöbern. Besonders das Interview mit Karla Paul klingt interessant. Ich geh dann mal lesen 😉

    Habt einen schönen Sonntag,
    Katarina 🙂

    • Jo – Tanja ist da die fleißige Sonntagsleserin! Auch wenn ich regelmäßig ihre Beiträge überfliege, bin ich dieses Mal wirklich „erschlagen“ worden. Die Masse an interessanten Beiträgen ist eine Wucht! 😉

      Ich wünsche Dir viel Spaß beim stöbern und lesen – mal sehen, was uns am kommenden Wochenende alles erwartet. Von unserer Stelle wünschen wir Dir einen guten und stressfreien Start in die kommende Woche!

      Bis bald,

      Olli

      P. S. In Kürze folgt die bereits angekündigte Rezension zu „Shining“ von Stephen King – ich bin gespannt, wie die Reaktion darauf ausfallen wird. 😉

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